Wann bin ich schwanger geworden?
Wie die Rückwärtsrechnung funktioniert
Ein Geburtstermin wird normalerweise geschätzt als erster Tag der letzten Periode (LP) plus 280 Tage — Naegele-Regel. Umgekehrt: LP = Geburtstermin − 280 Tage.
Die Empfängnis findet in der Regel um den Eisprung herum statt, etwa 14 Tage nach der LP, daher wird sie als Geburtstermin minus 266 Tage geschätzt. Wenn du per IVF empfangen hast, ist dein Geburtstermin nach IVF genauer, da er auf deinem tatsächlichen Transferdatum basiert.
Empfängnismonat → Geburtsmonat, auf einen Blick
| Empfangen im | Baby erwartet um |
|---|
Was beim Rückwärtsrechnen zu beachten ist
Dieses Tool geht von einem typischen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung um Tag 14 aus, weil genau diese Annahme wahrscheinlich schon der ursprünglichen Terminberechnung zugrunde lag. Waren deine Zyklen tatsächlich kürzer oder länger als 28 Tage, lagen dein reales Empfängnisdatum und deine letzte Periode vermutlich etwas früher oder später als hier angezeigt — je weiter dein Zyklus von 28 Tagen abweicht, desto größer fällt diese Verschiebung meist aus.
Wurde der Geburtstermin selbst nicht nach der letzten Periode, sondern nach einem frühen Ultraschall festgelegt oder angepasst, ist genau dieser Ultraschalltermin die verlässlichere Grundlage für die Rückrechnung, weil die Ultraschalldatierung nicht von Annahmen zur Zykluslänge abhängt wie die Berechnung nach der letzten Periode.
Ein Geburtstermin ist außerdem nur eine Schätzung dafür, wann die Geburt von selbst beginnen könnte, keine Garantie — nur ein kleiner Teil der Babys kommt tatsächlich exakt am errechneten Tag zur Welt, und als ausgetragen gelten allgemein 37 bis 42 Wochen. Wurde eine Geburt eingeleitet oder geplant (etwa ein geplanter Kaiserschnitt), bevor die Wehen von selbst einsetzten, spiegelt das tatsächliche Geburtsdatum möglicherweise nicht mehr genau wider, wann Empfängnis oder letzte Periode wirklich stattfanden — wichtig, wenn du von einem tatsächlichen Geburtsdatum statt von einem Termin aus zurückrechnest.
Diese Schätzungen dienen der allgemeinen Orientierung und Neugier — für alles, was Genauigkeit erfordert (etwa Unterlagen für Behörden oder medizinische Zwecke), sind Mutterpass und Ultraschallberichte die maßgebliche Quelle.
Das hier angezeigte einzelne Empfängnisdatum steht eigentlich stellvertretend für ein kurzes Zeitfenster, nicht für einen exakten Tag — der Eisprung und die Tage kurz davor kommen biologisch alle als Empfängniszeitpunkt infrage. Möchtest du lieber eine Spanne statt eines einzelnen Datums sehen, zeigt unser Empfängnisrechner ein mögliches Zeitfenster zusammen mit dem wahrscheinlichsten Tag, nach derselben zugrunde liegenden Berechnung.
Quellen
Die hier verwendeten Konventionen von 280 Tagen (letzte Periode) und 266 Tagen (Empfängnis) entsprechen gängiger geburtshilflicher Praxis. Weiterführende Hintergründe zur Schwangerschaftsdatierung bieten Frauenärzte im Netz und gesundheitsinformation.de des IQWiG.