Zeugungsrechner: Wann habe ich empfangen?

Wahrscheinlichstes Empfängnisdatum
mögliches Fenster
geschätzter Geburtstermin
Die Empfängnis wird anhand des Eisprungs geschätzt, der normalerweise etwa 14 Tage vor der nächsten Periode stattfindet — der Zeitpunkt variiert von Zyklus zu Zyklus, also betrachte dies als vernünftige Schätzung und nicht als exaktes Datum. Ein früher Ultraschall liefert die genaueste Datierung.

Wie das berechnet wird

Der Abstand zwischen Eisprung und der nächsten Periode — die sogenannte Lutealphase — bleibt bei den meisten Menschen erstaunlich konstant bei rund 14 Tagen. Schwankungen im Zyklus entstehen fast immer in der Zeit davor, der Follikelphase, in der sich der Eisprung selbst nach vorn oder hinten verschiebt. Deshalb rechnet die Methode mit der letzten Periode hier nicht einfach vorwärts ab dem ersten Zyklustag, sondern rückwärts ab der nächsten erwarteten Periode (letzte Periode plus Zykluslänge) minus 14 Tage.

Die Methode mit dem Geburtstermin dreht die übliche Datierungskonvention einfach um: Da ein Geburtstermin gewöhnlich als 266 Tage nach der Empfängnis geschätzt wird, ergibt sich die Empfängnis als Geburtstermin minus 266 Tage.

Das angezeigte mögliche Zeitfenster neben dem wahrscheinlichsten Empfängnisdatum berücksichtigt, dass Spermien mehrere Tage in den Eileitern überleben können, während die Eizelle selbst nach dem Eisprung nur etwa 24 Stunden befruchtungsfähig bleibt.

Häufige Sonderfälle

Die Methode mit der letzten Periode steht und fällt mit einer zuverlässig bekannten durchschnittlichen Zykluslänge. Bei unregelmäßigen Zyklen — etwa bei PCOS, Schilddrüsenerkrankungen, starkem Stress oder in den Monaten nach dem Absetzen der Pille — wird die Annahme „14 Tage vor der nächsten Periode” deutlich unsicherer, weil sich die nächste Periode selbst schwerer vorhersagen lässt.

Stillen kann den Eisprung unvorhersehbar unterdrücken oder verschieben, mitunter über viele Monate, was zyklusbasierte Schätzungen komplett durcheinanderbringt. In der Perimenopause zeigt sich ein ähnlicher Effekt, da Zyklen zunehmend unregelmäßig werden.

Wer den Eisprung damals aktiv beobachtet hat — mit Basaltemperaturmessung, Ovulationstests oder anhand des Zervixschleims —, kann sich in der Regel eher auf dieses beobachtete Datum verlassen als auf eine reine Rückrechnung ab der letzten Periode.

Quellen

Die hier verwendete 266-Tage-Konvention sowie die Annahmen zur Lutealphase entsprechen gängiger geburtshilflicher Praxis. Weiterführende Informationen zu Eisprung, Fruchtbarkeit und Familienplanung bieten familienplanung.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Frauenärzte im Netz.