Taschengeldtabelle: Taschengeld-Rechner für Kinder
Wie der Betrag berechnet wird
Die Faustregel „so viele Einheiten pro Woche wie Lebensjahre" ist eine beliebte, informelle Orientierung und keine amtliche Formel — ein 7-jähriges Kind bekäme demnach etwa 7 Einheiten pro Woche, ein 12-Jähriges etwa 12, und so weiter. Der Rechner multipliziert das Alter deines Kindes einfach mit dem gewählten Faktor (bescheiden, üblich oder großzügig) zu einem Wochenbetrag und rechnet diesen anschließend auf Monat und Jahr hoch, damit die Gesamtsumme sichtbar wird.
Wichtiger als die exakte Rechnung ist, welchen Faktor eine Familie wählt: Manche bevorzugen einen festen Betrag, der gar nicht mit dem Alter mitwächst, andere koppeln das Taschengeld teilweise oder ganz an Mithilfe im Haushalt, wieder andere verzichten ganz auf einen festen Betrag und zahlen stattdessen für einzelne Aufgaben. Dieser Rechner ist als schneller, anpassbarer Ausgangspunkt gedacht, den jede Familie mit dem eigenen Bauchgefühl abgleichen kann.
Worauf es sonst noch ankommt
Was ein Taschengeldbetrag abdecken soll, verändert sich mit dem Alter stark — bei einem jüngeren Kind ist es oft reines Spielgeld für Süßigkeiten oder Kleinigkeiten, während bei einem älteren Teenager plötzlich Kleidung, Unternehmungen, Fahrtkosten oder das Handy-Guthaben mit hineinspielen können, was den „passenden" Betrag deutlich über die reine Alters-Faustregel hinaustreibt.
Lebenshaltungskosten und regionale Gepflogenheiten unterscheiden sich stark, sodass derselbe Faktor in einer Familie großzügig wirkt und in einer anderen knapp bemessen — die „richtige" Zahl gibt es nicht, nur das, was zum eigenen Haushaltsbudget passt und zu dem, was mit dem Geld vermittelt werden soll (Ausgabefreiheit, Sparen üben oder Mithilfe belohnen).
Viele Familien passen den Betrag nur in größeren Abständen an, etwa einmal jährlich rund um den Geburtstag, statt ständig nachzujustieren — das gibt Kindern zusätzlich einen verlässlichen Rhythmus, auf den sie sich einstellen können.
Ob Taschengeld an Mithilfe im Haushalt gekoppelt sein sollte, wird unter Eltern und in der Familienberatung durchaus unterschiedlich gesehen: Die einen verknüpfen bewusst Aufgabe und Bezahlung, um einen direkten Zusammenhang zwischen Arbeit und Lohn zu vermitteln, andere behandeln grundlegende Mithilfe als selbstverständlichen Beitrag zum Familienleben und das Taschengeld als getrenntes, bedingungsloses Übungsfeld fürs Haushalten mit Geld. Eine allgemein „richtige" Antwort gibt es hier nicht — entscheidend ist, was die jeweilige Familie damit vermitteln möchte.
Orientierung statt Vorschrift
In Deutschland kursiert seit Jahren die vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) zusammengestellte Taschengeldtabelle, an der sich auch viele Jugendämter und Verbraucherzentralen orientieren — sie reicht von wenigen Euro pro Woche im Kindergartenalter bis zu einem monatlichen Betrag im mittleren zweistelligen Bereich gegen Ende der Schulzeit. Einen gesetzlichen Anspruch auf Taschengeld gibt es in Deutschland nicht; solche Tabellen sind reine Empfehlungen und lassen sich jederzeit an die eigene Situation anpassen. Dieser Rechner ersetzt keine Finanzberatung, sondern bietet lediglich eine schnelle, alters- und währungsunabhängige Rechenhilfe für das eigene Familiengespräch.